Ü35 Kreisliga Süd 17/18 4. Spieltag  

 

Müllrose - Sportplatz Hohenwalder Weg - 29.09.2017 - 18:30 Uhr

 

         
    Müllroser SV 98  vs. SpG Wiesenau / Lok Frankfurt  1:3 (0:2)    
         
 

Müllrose: Frank Zimmermann - Ralph Peisker - Jan Lein, Volker Sprung, Lutz Hammer (Christian Weiß) - Sepp Binnemann, Steffen Graßnick (SF), Frank Grelka, Jurij Leonczuk - Karsten Gertges (Marcus Masche), Marco Berndt ; Coach: Ralph Peisker

 

Wiesenau/Lok: Rene Fricke - Marco Bätzold, Kay Knispel, Tilo Eschenbach, Beny Siebert (Reiner Pehlemann), Stefan Beyer, Torsten Eschenbach (SF), Raik Schneider (Marcel Bonack), Axel Bickenbach, Ronny Stößer, Daniel Dankert ; Coach: Steffan Krella

 

Tore: 0:1 Beny Siebert (15.), 0:2 Axel Bickenbach (33.), 0:3 Torsten Eschenbach (45.), 1:3 Karsten Gertges (46.)

 

gelbe Karten: Christian Weiß (44./Foulspiel), Frank Grelka (51./Meckern) / Rene Fricke (18./Meckern), Marco Bätzold (57./Foulspiel)

 

Schiri: Daniel Wegener (Frankfurt)

Zuschauer: 15
 

Nach 2 Siegen in Folge wollte der MSV gegen die SpG Wiesenau / Lok Frankfurt unbedingt nachlegen und an Tabellenführer FC Eisenhüttenstadt II dran bleiben. Doch am Ende steht eine - nüchtern betrachtet - verdiente 1:3 Heimpleite auf der Haben-Seite. Sicherlich klopfte sich der eine oder andere Müllroser nach dem Spiel selbstbewusst auf die Schulter und war der Meinung, das der MSV das klar bessere Team war und nur durch einige unglücklich verlaufende Spielsituationen oder Schiedsrichterentscheidungen unverdient verloren hätte. Darüber kann man durchaus diskutieren. Sicher investierte Gastgeber Müllrose mehr in die Begegnung, hatte optisch mehr Spielanteile und auch ein Plus an Torchancen. Doch das alleine reicht nicht immer dafür, den Sieg für sich zu beanspruchen. Wenn man Hinten in den entscheidenden Momenten die Fehler macht und Vorne das eigene Vermögen nicht ausreicht den Ball im Kasten unterzubringen, dann, ja dann geht man gegen einen gut organisierten und effektiv spielenden Gegner auch verdient als Verlierer vom Platz. Doch der Reihe nach. Müllrose mit einigen Aufstellungssorgen, Mit Falk Küchler und Thomas Gast fehlten 2 Schlüsselspieler. Nach einigen Minuten des Abtastens versuchte der Müllroser SV die Spielkontrolle zu übernehmen. Optisch sah das gar nicht so schlecht aus, doch die Gäste standen gut und so gab es kaum klare Torchancen. In der 15. Minute geht die Spielgemeinschaft Wiesenau / Lok mit 0:1 in Führung, der schnelle Beny Siebert ist bei einem Kontor durch die Müllroser Abwehr nicht zu stellen. In der 31. Minute hat der MSV die große Chance - den zu diesem Zeitpunkt verdienten - Ausgleich zu erzielen. Doch frei vor dem Tor setzt Frank Grelka den Ball aus 5 Metern neben den Kasten - unfassbar. Praktisch im Gegenzug das 0:2, nach Freistoß köpft Axel Bickenbach unbedrängt am langen Pfosten ein (33.). Das dann auch der Halbzeitstand. Die Gäste waren 3x gefährlich vor dem Müllroser Tor und machen 2 Buden, so definiert sich Effektivität. Der MSV nicht so schlecht wie das Ergebnis vermuten lässt, aber bis auf Grelkas Fauxpas auch ohne die ganz klaren Torchancen. Guter Auftakt dann in Halbzeit Zwei, der an diesem Tag bienenfleißige Sepp Binnemann trifft nur den Innenpfosten (42.). Die Antwort der Gäste keine 3 Minuten späten. Mit einem Freistoß über Keeper Frank Zimmermann hinweg ins lange Eck erhöht Torsten Eschenbach auf 0:3 (45.). Frank Zimmermann nimmt nach dem Spiel den Treffer selbstkritisch auf seine Kappe, zeigte ansonsten als Vertretung von Falk Küchler eine solide Leistung im Tor. Immerhin, der MSV kommt noch einmal zurück. Nach klasse Zusammenspiel von Jan Lein und Sepp Binnemann kann Karsten Gertges zum 1:3 einschieben (46.). Hoffnung bei den Gasgebern und tatsächlich kommt man in der Folgezeit zu einigen guten Torchancen. Doch Binnemann (61., 75.), Berndt (69.) oder auch Grelka (70.) fehlt das notwendige Abschlussglück. Wiesenau verlegt sich darauf, den Zwischenstand zu verwalten, tat dies recht robust und profitiert von der Müllroser Ideenlosigkeit im Spielaufbau. Kämpferisch braucht sich Müllrose nichts vorwerfen zu lassen, doch gegen den heutigen Gegner hätte es letztendlich doch ein wenig Mehr gebraucht. Am nächsten Freitag folgt der schwere Gang im Pokal nach Waldsieversdorf und am 13.10. will man in der Liga beim FSV Dynamo punkten. Das dies kein Selbstläufer wird zeigt der 2:1 Erfolg der Dynamos über den Neuzeller SV.

 

S. Zinke